UNSER NEUES E-AUTO

Eine neue Art des Fahrens bringt neue Begriffe ebenso mit sich wie neue Technologien. Damit Sie sich mit den Begriffen aus der E-Mobilität vertraut machen können, haben wir dieses Glossar mit Fachbegriffen zu Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen zusammengestellt.

Frontansicht des Honda Sports EV Concept.

Fahrzeugtypen

Batteriebetriebene Fahrzeuge (Battery Electric Vehicle, BEV) und Elektrofahrzeuge (Electric Vehicle, EV)

Als batteriebetriebene Fahrzeuge und Elektrofahrzeuge werden Fahrzeuge wie der Honda e und das Sports EV Concept bezeichnet, welches wir auf der Tokyo Motor Show vorgestellt haben. Diese Fahrzeuge verfügen ausschließlich über einen Elektroantrieb, der aus Lithium-Ionen-Akkus gespeist wird.

Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge (Plug-in Hybrid Electric Vehicle, PHEV)

Hierbei handelt es sich um Fahrzeuge, die sowohl über einen herkömmlichen Verbrennungsmotor als auch über einen Akku verfügen. Die Fahrt kann auf kürzeren Strecken ausschließlich mithilfe des Elektroantriebs erfolgen. Auf längeren Fahrten wird auch der Verbrennungsmotor oder eine Kombination beider Antriebsarten eingesetzt.

Plug-in-Fahrzeuge (Plug-in Vehicle, PiV)

Dieser Begriff bezeichnet Fahrzeuge mit einer Ladebuchse für Lithium-Ionen-Akkus. Die Klasse umfasst batteriebetriebene Fahrzeuge ebenso wie Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge.

Elektrofahrzeuge mit Reichweitenverlängerer (Range-extended EV)

Hierbei handelt es sich um Elektrofahrzeuge, die mit einem kleinen Benzinaggregat ausgestattet sind, über dass die Akkus bei Bedarf nachgeladen werden können. Diese kleinen Benzinaggregate dienen nicht dem direkten Antrieb des Fahrzeugs.

Fahrzeuge mit neuen Energiequellen (New Energy Vehicle, NEV)

Dieser Begriff bezeichnet Fahrzeuge, die teilweise oder vollständig mithilfe eines Elektroantriebs fortbewegt werden. Hierzu zählen batteriebetriebene Fahrzeuge und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge.

Brennstoffzellenfahrzeuge (Fuel Cell Electric Vehicle, FCEV)

Brennstoffzellenfahrzeuge wie der Honda Fuel Cell Clarity müssen nicht aufgeladen werden. Der Strom für den Antrieb stammt nicht aus einem Akku, sondern wird unter Verwendung von Brennstoffzellentechnologie aus Wasserstoff erzeugt. Beim Honda Clarity handelt es sich um ein emissionsfreies Fahrzeug.

Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen (Alternative Fuel Vehicle)

Dieser Begriff bezeichnet Fahrzeuge, die mit einem anderen Kraftstoff als herkömmlichem Benzin bzw. Diesel betrieben werden. Hierzu zählen auch Fahrzeuge, die nicht ausschließlich auf fossile Kraftstoffe angewiesen sind, beispielsweise batteriebetriebene Fahrzeuge, Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge und solarbetriebene Fahrzeuge.

Technische Zeichnung zu den Ladesystemen von Honda.

Akkus und Stecker

Ladestecker

Typ 1: Ein fünfpoliger Stecker mit Clip. Typ 2: Ein siebenpoliger Stecker, der an einer Seite abgeflacht ist. Dieser Anschluss findet sich in der Regel bei Elektrofahrzeugen europäischer Hersteller. Beim CHAdeMO-Stecker  handelt es sich um einen vierpoligen Schnellladestecker, der in der Regel bei Elektrofahrzeugen asiatischer Hersteller verwendet wird.

Combo-Stecker (Combined Charging System, CCS)

Hierbei handelt es sich um einen Schnellladestecker nach EU-Norm, der für Elektrofahrzeuge europäischer Hersteller verwendet wird. Der CCS-Stecker ist auf Basis des Typ 2-Steckers aufgebaut.

Lithium-Ionen-Akku

Lithium-Ionen-Akkus kommen bei BEVs und PHEVs zum Einsatz. Wie die Akkus von Laptops und Handys lassen sich diese recyceln.

3/4-Frontansicht des Honda Urban EV Concept mit Ladepunkt.

Laden eines Elektrofahrzeugs

Laden zu Hause

Das effizienteste Ladeverfahren besteht darin, ein Elektrofahrzeug zu Hause zu laden, in der Regel über Nacht. Die Installation einer Ladestation/Wallbox zu Hause ist die beste und sicherste Methode, Ihr Elektrofahrzeug zu laden.

Laden unterwegs

Zahlreiche Autobahntankstellen und Städte verfügen mittlerweile über Schnellladestationen. Mit diesen lassen sich Elektrofahrzeuge teilweise innerhalb von 30 Minuten auf eine Kapazität von bis zu 80 % aufladen. Die maximale Ladeleistung eines Ladepunkts kann allerdings variieren. Daher ist es ratsam, sich im Internet oder immer vorab über die Kapazitäten und die Anschlussmöglichkeiten eines Ladepunkts zu informieren.

RFID-Karten

Diese Karten, sogenannte Radio Frequency Identification Devices (RFID), verwenden für die kontaktlose elektronische Zahlung dieselbe Technik wie Bankkarten und werden häufig an älteren Ladepunkten eingesetzt.

Bezahlen an öffentlichen Ladepunkten

Es gibt aktuell noch viele verschiedene Arten an Ladepunkten zu bezahlen. An einem Kassenhäuschen (Tankstellen), per EC- oder Kreditkarte, per App, Ladekarte oder auch E-Roaming. Die Möglichkeiten zur Bezahlung hängen vom jeweiligen Betreiber der Ladestation ab.

Reichweite pro Stunde (Range per hour, RPH) und Kilowattstunde (kWh)

RPH bezeichnet die Reichweite in Kilometern pro Stunde Akkuladung. Eine Kilowattstunde bezeichnet die Menge Energie, die bei einer Leistung von 1000 Watt in einer Stunde abgegeben wird. Das in den Batterien von Elektrofahrzeugen gespeicherte Energiepotenzial wird in Kilowattstunden angegeben.

Einphasige und dreiphasige Spannungsversorgung

Die einphasige Spannungsversorgung kennen Sie beispielsweise von normalen Steckdosen. Mit der einphasigen Spannungsversorgung lassen sich Ladesysteme mit bis zu 7 kW betreiben sofern die technischen Vorrichtungen und Möglichkeiten gegeben sind. Die dreiphasige Versorgung (häufig als Drehstrom bezeichnet) weist eine höhere Spannung auf und kommt bei Schnellladesystemen zum Einsatz.

Honda Urban EV Concept, Nahaufnahme des Akkus.

Ladearten

Herkömmliches Aufladen

Meist ist hierbei das Aufladen zu Hause gemeint. Das Aufladen zu Hause ist meist praktisch, benötigt jedoch (abhängig von den Gegebenheiten vor Ort) meist mehrere Stunden. Hier empfiehlt sich die Montage einer Wallbox, welche gegenüber einer herkömmlichen Steckdose deutliche Vorteile bei den Ladezeiten bietet.

Schnellladen

Ideal zum Nachladen unterwegs. An Schnellladestationen lassen sich Akkus innerhalb relativ kurzer Zeiträume verhältnismäßig stark aufladen. Diese Schnellladestationen finden Sie vor allem häufig im urbanen Bereich oder an Autobahntankstellen.

Reichweitenangst

Dieser Begriff bezeichnet die Angst, dass die Akkuladung eines Plug-in-Hybrid-Fahrzeugs für die zu bewältigende Strecke nicht ausreicht. Diese Angst ist ganz natürlich und ein häufiges Phänomen. Sie lässt sich jedoch vermeiden, wenn Sie Ihre Akkus bei jeder Gelegenheit nachladen.