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UNSER NEUES ELEKTROFAHRZEUG

Eine neue Art des Fahrens bringt neue Begriffe ebenso mit sich wie neue Technologien. Damit Sie sich mit den Begriffen aus der E-Mobilität vertraut machen können, haben wir dieses Glossar mit Fachbegriffen zu Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen zusammengestellt.

Frontansicht des Honda Sports EV Concept.

Fahrzeugtypen

Batteriebetriebene Fahrzeuge (Battery Electric Vehicle, BEV) und Elektrofahrzeuge (Electric Vehicle, EV)

Als batteriebetriebene Fahrzeuge und Elektrofahrzeuge werden Fahrzeuge wie Urban EV Concept und Sports EV Concept bezeichnet, die wir auf der Tokyo Motor Show vorgestellt haben. Diese Fahrzeuge verfügen ausschließlich über einen Elektroantrieb, der aus Lithium-Ionen-Akkus gespeist wird.

Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge (Plug-in Hybrid Electric Vehicle, PHEV)

Hierbei handelt es sich um Fahrzeuge, die sowohl über einen herkömmlichen Verbrennungsmotor als auch über einen Akku verfügen. Die Fahrt kann auf kürzeren Strecken ausschließlich mithilfe des Elektroantriebs erfolgen. Auf längeren Fahrten wird auch der Verbrennungsmotor oder eine Kombination beider Antriebsarten eingesetzt.

Plug-in-Fahrzeuge (Plug-in Vehicle, PiV)

Dieser Begriff bezeichnet Fahrzeuge mit einer Ladebuchse für Lithium-Ionen-Akkus. Die Klasse umfasst batteriebetriebene Fahrzeuge ebenso wie Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge.

Besonders emissionsarme Fahrzeuge (Ultra-Low Emission Vehicle, ULEV)

Dieser Begriff bezeichnet Fahrzeuge mit CO2-Emissionen unter 75 g/km. Solche Fahrzeuge werden mit 1.500 Euro (Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge) bzw. 750 Euro (Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge sowie Fahrzeuge mit Reichweitenverlängerer) gefördert.

Elektrofahrzeuge mit Reichweitenverlängerer (Range-extended EV)

Hierbei handelt es sich um Elektrofahrzeuge, die mit einem kleinen Benzinaggregat ausgestattet sind, über dass die Akkus bei Bedarf nachgeladen werden können. Diese kleinen Benzinaggregate dienen nicht dem direkten Antrieb des Fahrzeugs.

Fahrzeuge mit neuen Energiequellen (New Energy Vehicle, NEV)

Dieser Begriff bezeichnet Fahrzeuge, die teilweise oder vollständig mithilfe eines Elektroantriebs fortbewegt werden. Hierzu zählen batteriebetriebene Fahrzeuge und Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge.

Brennstoffzellenfahrzeuge (Fuel Cell Electric Vehicle, FCEV)

Brennstoffzellenfahrzeuge wie der Honda Fuel Cell Clarity müssen nicht aufgeladen werden. Der Strom für den Antrieb stammt nicht aus einem Akku, sondern wird aus Sauerstoff und Druckwasserstoff erzeugt. Beim Honda Clarity handelt es sich um ein emissionsfreies Fahrzeug.

Fahrzeuge mit alternativen Kraftstoffen (Alternative Fuel Vehicle)

Dieser Begriff bezeichnet Fahrzeuge, die mit einem anderen Kraftstoff als herkömmlichem Benzin bzw. Diesel betrieben werden. Hierzu zählen auch Fahrzeuge, die nicht ausschließlich auf fossile Kraftstoffe angewiesen sind, beispielsweise batteriebetriebene Fahrzeuge, Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge und solarbetriebene Fahrzeuge.

Technische Zeichnung zu den Ladesystemen von Honda.

Akkus und Stecker

Ladestecker

Typ 1: Ein fünfpoliger Stecker mit Clip. Typ 2: Ein siebenpoliger Stecker, der an einer Seite abgeflacht ist. Dieser Anschluss findet sich in der Regel bei Elektrofahrzeugen europäischer Hersteller. Beim CHAdeMO-Typ handelt es sich um einen vierpoligen Schnellladestecker, der in der Regel bei Elektrofahrzeugen asiatischer Hersteller verwendet wird.

Combo-Stecker (Combined Charging System, CCS)

Hierbei handelt es sich um einen Schnellladestecker nach EU-Norm, der für Elektrofahrzeuge europäischer Hersteller verwendet wird. Dieser Stecker passt in eine Standardsteckdose und kann zum Laden einiger Elektrofahrzeuge verwendet werden, bietet jedoch nicht die Geschwindigkeit und Sicherheit eines Spezialsystems.

Lithium-Ionen-Akku

Lithium-Ionen-Akkus kommen bei BEVs und PHEVs zum Einsatz. Wie die Akkus von Laptops und Handys lassen sich diese recyceln.

3/4-Frontansicht des Honda Urban EV Concept mit Ladepunkt.

Laden eines Elektrofahrzeugs

Nachladen

Ein Elektrofahrzeug sollte immer geladen werden, sobald es geparkt wird. Öffentliche Ladepunkte lassen sich über das Internet oder praktische Apps ermitteln.

Laden zu Hause

Das effizienteste Ladeverfahren besteht darin, ein Elektrofahrzeug zu Hause zu laden, in der Regel über Nacht. Die Installation einer Ladestation zu Hause ist die beste und sicherste Methode, Ihr Elektrofahrzeug zu laden.

Laden unterwegs

Zahlreiche Autobahntankstellen bieten mittlerweile Ultra-Schnellladesäulen, Mit diesen lassen sich Elektrofahrzeuge innerhalb von 30 Minuten auf eine Kapazität von bis zu 80 % aufladen. Wenn Sie sich bei den Anbietern registrieren erhalten Sie kostenlos eine Chip-Karte, mit der Sie das Aufladen Ihres Elektrofahrzeugs auf Langstrecken ganz einfach bezahlen können.

RFID-Karten

Diese Karten, sogenannte Radio Frequency Identification Devices (RFID), verwenden für die kontaktlose elektronische Zahlung dieselbe Technik wie Bankkarten und werden häufig an älteren Ladepunkten eingesetzt.

Open Charge

Mithilfe dieser Technologie können Sie Ihr Elektrofahrzeug ohne RFID- oder Mitgliedschaftskarte laden. Das System wird auch als „POD Point“-Netzwerk bezeichnet. Die Ladung am nächsten Ladepunkt können Sie einfach über die „POD Point“-App buchen.

Reichweite pro Stunde (Range per hour, RPH) und Kilowattstunde (kWh)

RPH bezeichnet die Reichweite in Kilomenter pro Stunde Akkuladung. Eine Kilowattstunde bezeichnet die Menge Energie, die bei einer Leistung von 1000 Watt in einer Stunde abgegeben wird. Das in den Batterien von Elektrofahrzeugen gespeicherte Energiepotenzial wird in Kilowattstunden angegeben.

Einphasige und dreiphasige Spannungsversorgung

Die einphasige Spannungsversorgung kennen Sie beispielsweise von normalen Steckdosen. Mit der einphasigen Spannungsversorgung lassen sich „POD Point“-Ladesysteme mit bis zu 7 kW betreiben. Die dreiphasige Versorgung (häufig als Drehstrom bezeichnet) weist eine höhere Spannung auf und ist bei Schnellladesystemen sicherer.

Honda Urban EV Concept, Nahaufnahme des Akkus.

Ladearten

Erhaltungsladung

Hierbei handelt es sich um die langsamste Ladeart. Sie ist am besten geeignet für das Laden über Nacht zu Hause und erfolgt mithilfe eines Standardsteckers. Diese Ladeart verfügt jedoch nicht über die Sicherheitsfunktionen einer Station speziell für das Laden von Elektrofahrzeugen.

Langsames Laden

Hierbei handelt es sich um eine bessere Option zum Aufladen der Akkus zu Hause. Sie bietet zudem höhere Sicherheit und ermöglicht sowohl das Nachladen als auch das Laden über Nacht an einer speziellen Ladestation. Als Beispiel kann die Ladestation POD Point Solo mit 3,7 kW genannt werden, die ein schnelleres Laden ermöglicht als das Laden mit einem Standardstecker.

Schnellladen

Ideal zum Nachladen. Pro Stunde Ladezeit sind bis zu 30 Meilen Reichweite möglich. Eine volle Ladung nimmt nur wenige Stunden in Anspruch. Schnellladestationen eignen sich am besten für Zwischenladungen unterwegs. Sie finden sie an öffentlichen Parkplätzen, am besten mit der Open Charge-App.

Ultra-Schnellladesäulen

Diese Ladepunkte finden Sie an Autobahntankstellen. Ultra-Schnellladesäulen ermöglichen ein Laden auf ca. 80 % in 20 Minuten. So sind längere Fahrten außerhalb der eigenen Region möglich.

Reichweitenangst

Dieser Begriff bezeichnet die Angst, dass die Akkuladung eines Fahrzeugs mit elektrifiziertem Antriebs für die zu bewältigende Strecke nicht ausreicht. Diese Angst ist ganz natürlich und ein häufiges Phänomen. Sie lässt sich jedoch vermeiden, wenn Sie Ihre Akkus bei jeder Gelegenheit nachladen.